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10. Oktober 2016 um 9:48 Uhr

Wie ich vom Google+ zum Twitter Verfechter wurde

Wie ich vom Google+ zum Twitter Verfechter wurde

Lange Zeit, vor allem zu Beginn meiner Karriere als Online Marketing Managerin, war ich ein Verfechter von Google+. Ich habe dort wertvolle Kontakte geknüpft, die mir halfen mich zurecht zu finden oder die mich schlichtweg einfach inspirierten. Auch Tina Gallinaro habe ich im Netzwerk der „Online Nerds“ kennengelernt. Nun aber ist Google+ für mich persönlich nicht mehr relevant. Meine Aufmerksamkeit für dieses soziale Netzwerk hat jetzt Twitter und darüber möchte ich kurz berichten.

 

Twitter zum Netzwerken nutzen

Dass ich über Twitter schreibe, liegt an der Blogparade, zu der Tina Gallinaro von Extrawerbung aufgerufen hat. „Nenn mir einen Grund, warum du so gerne bei Twitter bist“, lautet die Headline ihres Beitrags und somit auch ihr Aufruf.

Twitter zu nutzen hat für mich viele Gründe. Ein großer ist dabei das Vernetzen mit anderen Leuten aus den Bereichen Online Marketing, Social Media, Bloggen und Reisen. Ich hole mir Inspiration, lerne neue Trends kennen und probiere sie mitunter durch Twitter direkt aus. Dass ich dabei nur wenig Raum habe zu texten, finde ich gar nicht schlimm. Man kann provozieren oder auch gezielt Hashtags verwenden, außerdem ist man bei Twitter auch nett zueinander. Hater gibt es überall. Aber die Möglichkeit, den Urheber eines Blogbeitrags oder eines Tweets zu nennen, habe ich bei Twitter als erstes wahrgenommen. Es ist verpönt, dies nicht zu tun, und das finde ich gut so. So steht für mich bei Twitter das Urheberrecht ganz weit oben! Außerdem empfiehlt man sich gegenseitig am Freitag (#FF) für großartige Blogbeiträge, Leistungen oder witzige Tweets. Damit kann man seinem virtuellen Gegenüber zeigen, wie sehr man ihn oder sie schätzt. Die Kontakte, denen ich früher bei Google+ folgte, sind nun meine Lieblingsaccounts bei Twitter, egal ob Reiseblogger oder Social Media Experte.

 

Twitter – von Events live berichten

Besonders mag ich die Events auf Twitter. Ich bin mir sicher, dass es sie zu den verschiedensten Themen gibt. Ich versuche zum Beispiel ab und zu montags um 20.00 Uhr an der Reisenacht (#RN8) teilzunehmen. Dort kommen Reiseblogger aus ganz Deutschland zusammen und beantworten Fragen, die die Organisatoren vorab in einem Blogbeitrag und während der Reisenacht posten. Es kommen unglaublich witzige Geschichten dabei herum und man lernt jedes Mal neue Leute kennen. Diese eine Stunde ist super hektisch, aber sehr schön.

Auch bei analogen Events benutze ich Twitter gerne und berichte live. Dabei poste ich oftmals Zitate von Referenten, Bilder oder rege mich mal schnell über Twitter ab, wenn etwas wegen schlechter Organisation nicht geklappt hat. Ich lasse nicht nur andere daran teilhaben, was ich im Vortrag Neues erfahre, es passiert ja auch ständig andersherum. Ich habe das Gefühl, über Twitter live dabei zu sein, auch wenn das gar nicht der Fall ist.

 

Twitter im Unternehmenskontext

Immer noch verstehen viele Marketingverantwortliche, Pressesprecher oder Unternehmer nicht, wie sie Twitter für ihr Unternehmen nutzen sollen. Dabei gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten:

  • Inhalte des Corporate Blogs verbreiten und mit Influencern in Kontakt bleiben
  • Pressemitteilungen veröffentlichen, Statements in Krisenzeiten abgeben
  • Ratschläge zur Unternehmensgründung geben (z.B. von einem Unternehmer)
  • Twitter als Kundendienst nutzen
  • Von Events live berichten, über Tweets und Periscope
  • Bürger in Katastrophenfällen informieren und auf dem Laufenden halten
  • Fans durch den Tag folgen lassen

Die Liste könnte endlos weitergehen. Anfangs war ich davon überzeugt, dass es bei Twitter ohne eigene Inhalte eines Blogs nicht funktioniert. Aber mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es auch ohne geht, wie meine Ideen oben zeigen. Es gibt viele Best Practices dazu.

Mutig, aber auch bestes Customer Relation Management – eine offizielle Meinungsabfrage über die Haltung der taz zu bestimmten Themen.

Wer Twitter im Kundendienst einfach bemerkenswert gut einsetzt, ist die deutsche Telekom mit dem Account @Telekom_hilft. Dort kommen zwar Telekom bei Twittertagtäglich Beschwerden an, sie werden aber in Windeseile bearbeitet und beantwortet. Daneben gibt es Neuigkeiten aus dem Kundendienst, die das Leben der Kunden einfacher machen sollen. Auch ich habe schon erfolgreich Hilfe über diesen Account bekommen und war begeistert von der schnellen Kommunikation und Bearbeitung.

Ein anderer Fall von sehr guten Twitter Maßnahmen, ist die Polizei München. Über ihren Twitter Account verbreiteten sie Meldungen während des Amoklaufs in Bayerns Hauptstadt, um die Bürger aufzuklären, zu warnen und um sie aufzufordern, Bilder und Videos nicht einfach zu verbreiten, sondern der Polizei zur Verfügung zu stellen. Dafür wurden sie außerdem vom Verband deutscher Pressesprecher ausgezeichnet – zurecht finde ich!

Twitter ist ein wunderbarer Kommunikationskanal, der für mich nicht nur Informationsquelle ist, sondern auch dem Netzwerken dient und auf dem ich meine Meinung zu verschiedenen Dingen und meine Beiträge zum Thema Reisen verbreiten kann. Was gefällt euch an Twitter und wie nutzt ihr diesen Microbloggingdienst im Unternehmenskontext?

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2 Kommentare bei “Wie ich vom Google+ zum Twitter Verfechter wurde

  1. Tina sagt:

    Hallo Anna, bei deinen Zeilen geht mein Herz auf. Ich nutze G+ auch nicht mehr, weil bei Twitter einfach irgendwie mehr los ist .
    Vielen lieben Dank für deine Teilnahme und für den wirklich tollen Beitrag.
    #LoveTwitter 🙂
    LG Tina

    1. Anna sagt:

      Hi Tina,
      entschuldige die späte Antwort. 🙂 Let’s all share our love for #Twitter würde ich da mal sagen!
      Viele liebe Grüße
      Anna

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