frog block | Technik und Design Blog

23. März 2016 um 14:58 Uhr

Recap: Rock the Blog auf der CeBIT #rtb16

Recap: Rock the Blog auf der CeBIT #rtb16

Die Rock the Blog ist ein neues Freitagsformat für die CeBIT Global Conferences und fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Die Konferenz wurde ins Leben gerufen, um Blogger, Marketing- und PR-Spezialisten zusammenzubringen. Auf drei Bühnen boten dieses Jahr absolute Topspeaker aus verschiedenen Ländern ein interessantes Programm zu den Themen Blogging, Digital Marketing und Social Media.

Da ich für freiSign überwiegend von Hannover aus arbeite, habe ich es mir nicht nehmen lassen, unsere Werbeagentur quasi dort zu vertreten und unser Netzwerk weiter auszubauen. Wir bloggen schließlich auch und zwar über viele verschiedene Themen, wie Werbung, Online Marketing und Digitales. So ist es also kein Wunder, dass ich mich auf dem Laufenden halten wollte. 🙂

Den Start machte das Organisationsteam von Blappsta auf der Center Stage selbst und stellte kurz den Ablauf vor. Dann startete auch schon der Blogger Rockstar Sascha Pallenberg von mobilegeeks.de mit seiner Keynote Mobilität als Service – Der Kampf ums Dashboard. Ich fand es vor allem wieder erheiternd, dass es überall auf der Welt freies Wifi gibt, nur nicht hier in Deutschland. Sascha Pallenberg berichtete nämlich auch von seinem Alltag in Taipeh. Als Techblogger ist er dort natürlich richtig aufgehoben.

Drei Bühnen mit gleichzeitigen Vorträgen bedeutete mich zwischen Robert Weller vom Blog toushenne und Anna Neumann, Community Marketing Manager Pinterest DACH, zu entscheiden. Die Wahl fiel zugunsten von Robert aus, dessen Keynote Warum Content & Design im Marketing zusammengehören auf der Open Stage sehr gut besucht war. Kein Wunder, denn Robert rockt seinen Blog und schreibt gerade an seinem zweiten Buch. Ich fand es sehr spannend, dass er das AIDA Prinzip auch beim Bloggen anwendet und beim „Design Thinking“ dazu mahnt, dass sich Projektleiter/Vertriebler, Gestalter und Texter in Agenturen doch besser einmal zusammensetzen, sodass nicht jeder sein eigenes Ding macht. Robert Weller rät das Ziel, also die Conversion, nicht aus den Augen zu verlieren und das Design regelmäßig zu evaluieren, um einer guten User Experience zu entsprechen. Regelmäßiges Monitoring mit Google Analytics sollten dabei angewendet werden. Mir hat der Vortrag unheimlich gut gefallen, weil Robert sein Thema sehr verständlich vermittelt.

Rock the Blog - Robert Weller

Ein großes Thema auf der Konferenz war der Hype um das soziale Netzwerk Snapchat. Es gab einige Vorträge dazu. Ich hörte mir Louisa Dellert von Fit Trio an, sie ist sowohl bei Instagram, als auch bei Snapchat extrem erfolgreich und hat eine riesige Anzahl von Followern. Sie hält Snapchat für ehrlicher und authentischer als Instagram. Man hat ja auch bei Superstars ganz private und ungeschminkte Fotos dort zu Gesicht bekommen. Wie Snapchat funktioniert, haben wir hier im Blog auch schon beschrieben.

Zwischen den Vorträgen wurde für Leib und Seele gesorgt, man stand bei Kaffee zusammen, lernte sich kennen und diskutierte über die Vorträge. Mir persönlich haben diese Gespräche unheimlich viel gebracht, denn ich lernte Leute endlich einmal in live kennen, mit denen ich sonst nur über Social Media vernetzt war.

Ein weiteres persönliches Highlight war dann die Diskussion von Klaus Eck und Saschar Klein. Es ging um Fear of digital publicity. Der Moderator Brent Goff nannte es auch die German Angst vor digitaler Öffentlichkeit. Im Grunde war der Tenor, dass man in Deutschland Angst hat mit Fehlern aus der Vergangenheit und Widersprüchen konfrontiert zu werden. Vor allem die höhere Bildungsschicht in Deutschland ist in Sachen Social Media sehr zurückhaltend und weniger vertreten als niedrigere Bildungsschichten. In fast allen anderen Ländern der westlichen Welt ist das genau umgekehrt. Die beiden Experten auf dem Gebiet in Sachen Content Marketing, Kommunikation und PR geben uns den Tipp, sich selbst und seine eigenen Fehler nicht so wichtig zu nehmen, dazu zu stehen und sie viel mehr in der eigenen Kommunikation nach draußen zu nutzen. Krisenkommunikation war das Schlagwort.

Rock the Blog - Diskussionsrunde

Klaus Eck und Saschar Klein über die German Angst vor digitaler Öffentlichkeit

Zum Schluss kamen dann noch einmal auf der Open Stage zwei Lifestyle Bloggerinnen zu Wort, die auch Workshops im Format BLOGST anbieten. Ricarda Nieswandt und Clara Moring rieten vor allem dazu, nicht auf allen Hochzeiten zu tanzen, sondern soziale Netzwerke auszutesten und dann zu evaluieren, welche davon wirklich funktionieren. Eine Meinung, die auch ich ganz persönlich vertrete. Vor allem Blogger müssen sich mit den sozialen Netzwerken wohlfühlen und es muss auch wirklich ein Netzwerk sein, in dem sich die eigene Zielgruppe tummelt.

Mein Resumée dieser Konferenz bezieht sich vor allem aus der Erkenntnis, wie ängstlich doch Menschen und Firmen noch gegenüber Social Media sind. Für unsere Zunft heißt es also, mehr Aufklärung zu leisten, mehr Beispiele zu liefern und mehr Überzeugungsarbeit an den Tag zu legen. Die Rock the Blog hat mit Ihren Fachvorträgen für mich persönlich und freiSign auf jeden Fall dazu geworben neue Wege zu gehen und Zielgruppen dort anzusprechen, wo sie sich gerne aufhalten.

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