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20. November 2015 um 12:22 Uhr

#PeaceForParis – Ein Zeichen geht um die Welt

#PeaceForParis – Ein Zeichen geht um die Welt

Viele Menschen, vor allem jüngere Leute, zieht es nach schrecklichen Ereignissen wie den Terroranschlägen von Paris am 13. November auf Social-Media-Plattformen, um nicht alleine mit ihren Gedanken sein zu müssen, um sich zu informieren und um Unterstützung dabei zu bekommen, das Geschehene zu begreifen. Doch nicht jedem, der einen Twitter-Account besitzt oder bei Facebook aktiv ist, fällt es leicht, sich selbst auszudrücken, besonders im Angesicht einer solchen Katastrophe. Wie fasst man Trauer, Wut und Mitleid in 140 Zeichen zusammen? Wie kann man in einem Facebook-Post seine Solidarität bekunden, ohne die viele ungeordneten Worte und Bilder zu verwenden, die einem im Kopf herumkreisen und andere Nutzer nur überfordern würden?

 

Die vergangene Woche hat gezeigt, dass Social-Media-Plattformen dafür in sich selbst die Lösung tragen. Unter den Millionen weltweiten Nutzern der interaktiven Kanäle gibt es einzelne Menschen, die über die Fähigkeit verfügen, Gefühle und Gedanken anschaulich und prägnant zu visualisieren. Sie können Symbole erschaffen, die jeder sofort versteht. Über Facebook, Twitter und Co. werden jene Einzelpersonen mit den Menschen verbunden, die Symbole suchen und brauchen. Die Person, die das Symbol des 13. Novembers 2015 geschaffen und mit der Welt geteilt hat, ist Jean Jullien.

Julliens Eiffelturm als Peace-Zeichen hat sich über Twitter innerhalb weniger Stunden nach den Attentaten überall im Internet verbreitet und ziert mittlerweile auch Hauswände, T-Shirts und sogar die Haut von Menschen, die sich das Symbol haben eintätowieren lassen. Jullien stammt selbst gebürtig aus Paris, ist aber nicht dort aufgewachsen, und wollte mit dem Bild das Gefühl von Frieden und Solidarität vermitteln, wie er in einem Interview erläutert.  Er hat das Werk zunächst gemalt und dann fürs Internet abfotografiert. Auf seine Urheberschaft besteht er nicht, jeder kann das Symbol verwenden, so wie es dem Geist der Solidarität entspricht.

Zuvor hatte der Künstler schon durch Grafiken zu anderen Ereignissen wie den Anschlägen auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo weltweit auf sich aufmerksam gemacht. Sein Erfolg mit #PeaceForParis ist ein sehr trauriger, natürlich, aber dennoch einer, der die verbindende Kraft zeigt, die frei zugängliche schöpferische Arbeit haben kann.

 

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