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24. April 2015 um 13:11 Uhr

Die fantastische Welt der Foto-Apps

Die fantastische Welt der Foto-Apps

Zunächst einmal sollte man mit einem Smartphone jederzeit und von überall telefonieren können. Das ist die Grundanforderung, die wir an ein modernes Mobiltelefon stellen. Nicht weit danach folgt ein Anspruch, den die Erfinder des Telefons wohl keine Sekunde im Sinn hatten, als sie das Kommunikationsgerät damals entwickelten: ein Smartphone muss richtig gute Fotos machen können.

Smartphones sind noch kein vollwertiger Ersatz für professionelle Spiegelreflexkameras, aber der Abstand schmilzt, zumindest in der Wahrnehmung vieler Hobby-Knipser. Dazu tragen auch die unzähligen Foto-Apps bei, die mittlerweile kostenlos oder kostenpflichtig für Smartphones und andere mobile Endgeräte angeboten werden. Mit diesen Apps können Fotos auf vielfältige Weise verändert und verbessert werden. Aus simplen, ursprünglich vielleicht sogar ziemlich langweiligen Fotos lassen sich durch die diversen Tools der Apps spektakuläre Bilder zaubern. Die passen optisch so gar nicht ins Familienalbum, aber sie machen richtig viel Spaß. Wir werfen einen Blick auf einige der zahllosen verfügbaren Foto-Apps für das Android-Betriebssystem.

 

Pixlr-o-matic

Als kostenlose, übersichtliche und leicht zu bedienende Foto-App ist Pixlr-o-matic ideal, um Fotos schnell und bequem einen interessanteren Anstrich zu geben. Die App, die auch als Desktop-Version verfügbar ist, oder direkt im Browser genutzt werden kann, bietet die Tools „Filter“, „Effekte“ und „Rahmen“, die jeweils mit einer zufriedenstellenden Auswahl bestückt sind. Wem gerade ein bisschen die Fantasie oder die Zeit zur Gestaltung fehlt, kann den Zufallsbutton verwenden, der einfach automatisch je einen Filter, einen Effekt und einen Rahmen auf das gewählte Foto legt. So entstehen durchaus originelle Kompositionen. Die App Pixlr-o-matic eignet sich hingegen nicht dazu, Fotos detailliert zu bearbeiten. Die Bildgröße oder die Bildform lassen sich ebenso wenig anpassen wie Helligkeit, Kontrast oder Sättigung. Auch können keine Schriften eingefügt oder Collagen erstellt werden. Für Anfänger in der Arbeit mit Foto-Apps oder für Nutzer, die ihre Bilder schnell und ohne viel Drumherum aufpeppen möchten, ist die Pixlr-o-matic ideal. Wenn es schon ein bisschen mehr sein darf, gibt es geeignetere, aber oftmals mit Kosten verbundene Alternativen.

 

Photo Studio Pro

Das (in der Vollversion kostenpflichtige) Photo Studio Pro ist so etwas wie der Alleskönner unter den Foto-Apps und bietet eine große Bandbreite an Funktionen. Zu einer riesigen Auswahl an Filtern und Effekten und einer im Vergleich dazu eher kleinen Auswahl an Rahmen gesellen sich eine ganze Reihe weiterer Tools, darunter Schriften, Sticker, Hintergründe und Formen. Auch feine und detaillierte Bearbeitungen, etwa der Bildschärfe, der Größe und der Helligkeit, sind möglich. Um es etwas überspitzt zu formulieren, können Tüftler mit dieser App so vielfältig an einem Bild herumbasteln, dass am Ende ein Schmetterling herauskommt, obwohl man einen Frosch fotografiert hat. Wer die Möglichkeiten von Photo Studio Pro ausschöpfen möchte, sollte sich die Zeit nehmen, die App kennen zu lernen. Allein der Umfang an zum Teil aufeinander aufbauenden Tools macht eine intensivere Beschäftigung empfehlenswert. Wer wirklich viel mit den Fotos auf seinem Endgerät vor hat und sich gerne kreativ betätigt, der wird mit Photo Studio Pro sehr zufrieden sein.

 

PicSay Pro

Der kleinen Schwester einfach mal einen lustigen Bart ins Gesicht hängen oder der Oma einen witzigen Hut aufsetzen, das geht mit der App PicSay Pro kinderleicht, sofern man ein Foto der Schwester oder der Oma auf dem Smartphone hat, versteht sich. Die (in der Vollversion kostenpflichtige) App bietet eine große Auswahl an Stickern, mit denen sich Fotos comichaft schmücken lassen. Darüber hinaus bietet PicSay Pro eine Reihe von inzwischen schon klassischen Effekten und Filtern (plus einige wenige Rahmen) wie Sepia, Tilt-Shift und Cross sowie Möglichkeiten für skurrile Kreationen durch das Verdrehen und Spiegeln der Bilder. Leider sind die auf den Bildern angebrachten Sticker von diesen Veränderungen ausgenommen, sie verschwinden bei dem Versuch, Filter oder Effekte anzuwenden. Das schränkt die Möglichkeiten doch etwas ein. Weiterhin stellt PicSay Pro die nötigen Tools zur Verfügung, um unter anderem Größe, Helligkeit und Schärfe der Fotos zu bearbeiten und rote Augen verschwinden zu lassen. PicSay Pro kann in Sachen Vielseitigkeit und Flexibilität definitiv nicht mit Photo Studio Pro mithalten, ist dafür aber etwas übersichtlicher und kostengünstiger. Insgesamt eignet sich diese App vor allem um die Klassiker unter den Filtern und Effekten aufs Smartphone zu bekommen und einige Optionen zu haben, Bilder auf witzige Weise zu verändern.

 

Wondershare PowerCam

Warum ein Bild nachträglich bearbeiten, wenn man das Motiv gleich in Regenbogenfarben, als Foto aus den 1940er Jahren oder in Poster-Optik aufnehmen kann? Die Wondershare PowerCam besitzt eine eigene Fotografie-Funktion, um mittels Echtzeitfilter und Soforteffekte bunte, ungewöhnliche oder altmodische Schnappschüsse live zu knipsen. Während die Auswahl an Filtern dabei sehr groß und vielfältig ist, könnte man bei den Effekten durchaus noch nachlegen. Die Kamera verfügt neben Standards wie Zoom und Front- und Rückkamera auch über eine Panoramafunktion, Zeitauslöser und einen Lächeldetektor. An den Bildern können anschließend Korrekturen in Größe, Helligkeit und Schärfe vorgenommen werden.  Wem das Schießen kreativer Fotos schon nicht mehr ausreicht, kann mit der Videofunktion gleich noch einen Kurzfilm im etwas anderen Look drehen. Die Wondershare PowerCam hebt sich durch die Fotografie- und Videofunktion deutlich von anderen Foto-Apps ab und bieten auf jeden Fall viele interessante Möglichkeiten – gratis.

 

SuperPhoto Full

Was die App SuperPhoto Full (kostenpflichtig in der Vollversion) nicht kann: detaillierte Korrekturen an Fotos vornehmen. Was sie kann: alles andere. Diese App bietet eine riesige Fülle an Filtern, Effekten und Rahmen, die laufend ergänzt werden. Beinahe wöchentlich kommen neue Tools hinzu. SuperPhoto Full ist ein Wunderland der Möglichkeiten, um Bilder auf jede erdenkliche Art zu verändern und zu kleinen Kunstwerken zu machen. Einige der Filter und Effekte sind allerdings schon so abstrakt, dass man kaum weiß, was man mit dem Ergebnis, das dem ursprünglich aufgenommenen Motiv nur noch entfernt ähnelt, anfangen soll. Die Fülle an Möglichkeiten geht darüber hinaus zu Lasten der Übersichtlichkeit. Etwas Abhilfe kann man hier durch die Favoriten-Funktion schaffen, die es ermöglicht, die Lieblingstools zu kennzeichnen und in einer eigenen Übersicht darzustellen. Ein weiterer Nachteil ist sicherlich die fehlende Feinbearbeitung, die im kreativen Prozess einschränkt. Alles in allem erweist sich SuperPhoto Full als eine App, mit der sich jeder, der großen Spaß an Filtern, Effekten und Rahmen jeder Art hat und normale Schnappschüsse wirklich stinklangweilig findet, sehr lange amüsieren kann, vielleicht länger als mit jeder anderen Foto-App, die derzeit auf dem Markt ist. In der Feinmotorik müssen aber so manche Abstriche gemacht werden.

 

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Ein Kommentar bei “Die fantastische Welt der Foto-Apps

  1. Dominik sagt:

    Das Smartphone ersetzt mehr und mehr den traditionellen Fotoapparat bzw. die Kamera. Wo früher mehr oder weniger große Gerätschaften herum getragen werden mussten, reicht heute ein kleiner, handlicher Alleskönner: das Handy. Durch die zahlreichen Apps wird die Bildbearbeitung, Archivierung und Fotobestellung immer mehr vereinfacht. Direkt auf der Heimreise können die Fotos bearbeitet werden, und auch gleich bestellt werden. Fotobücher und Fotoausarbeitungen können somit sofort per App bestellt werden und kurz darauf den Freuden präsentiert werden – ewig lange Bildberarbeitungszeiten gehören der Vergangenheit an!

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