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2. Oktober 2015 um 13:44 Uhr

Daten speichern in der Cloud oder lieber auf dem Mond?

Daten speichern in der Cloud oder lieber auf dem Mond?

Crowdfunding ist eine heißbegehrte Option, eine Idee oder ein schon angefangenes Produkt, dessen Finanzierungsmöglichkeiten während der Produktion ausgegangen sind, mithilfe von Unterstützern weltweit zu finanzieren. Dabei entstehen regelmäßig Ergebnisse, die vom Hype mitgerissen werden, und die das vollständige Finanzierungsziel bei weitem übertreffen. Zum Beispiel der aktuelle Laser Rasierer ‚The Skarp Laser Razor‘, der mit über 1600% das eigentlich angestrebten Finanzierungsziel übertroffen hat. Ebenso gibt es natürlich Projekte, die kläglich versagen. Dort sind zum Beispiel 500.000$ angestrebt, erreicht wurden aber gerade mal 1% – Namen will ich mal keine nennen.

 

Aufgefallen ist mir in den letzten Tagen aber besonders ein Projekt aus London, auf welches ich im folgenden mal ein wenig genauer eingehen will. Das Unternehmen, welches dahinter steckt, nennt sich wie das gleichnamige Projekt, nämlich ‚Moonspike Limited‘. Ziel dieser Aktion ist es, eine Rakete in die Umlaufbahn der Erde zu schießen, die dann nach ein paar Umrundungen die Erdumlaufbahn verlässt, und sich auf den Weg Richtung Mond zu machen. Der Sinn und Zweck dieser ganzen Mission ist es, Daten der Benutzer auf der Oberfläche des Mondes abzulegen. Denn in dieser Rakete steckt ein kleines Raumschiff, beladen mit Speichermedien, um digitale Erinnerungen jedes einzelnen Unterstützers dieses Projektes auf dem Mond unterzubringen.

 

moonspike

 

Das Hauptaugenmerk liegt aber wahrscheinlich darauf, zu beweisen das man ein solch umfassendes Projekt mithilfe von Croudfunding und ein paar Raketenwissenschaftlern umsetzen kann. Der Verlauf des Baus der Rakete, der Testvorgänge und des finalen Starts sowie die geplante Landung sollen dokumentiert und veröffentlicht werden. Jetzt bleibt natürlich abzuwarten, inwieweit dieses Projekt finanziert wird und ob alle Schritte rund ablaufen. Projektstart war gestern, am 1. Oktober 2015. Bis Anfang nächsten Monats bleibt nun Zeit, die angeforderten 600.000£

(das sind ca. 814.000€) durch Unterstützer zu finanzieren. Heute, am 2. Oktober, sind bereits rund 14.000 Pfund erreicht, nun bleibt der weitere Erfolg und Verlauf der Aktion abzuwarten.

Wer langsam Interesse bekommen hat, dem Mainstream entgegenzusteuern, und seine Daten nicht in der Cloud, sondern auf dem Mond zu speichern, der kann ja mal auf der Seite von Moonspike Limited auf Kickstarter vorbeischauen, das Projekt unterstützen oder sich vielleicht 1MB Speicherplatz für rund 25€ reservieren.

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Ein Kommentar bei “Daten speichern in der Cloud oder lieber auf dem Mond?

  1. Andreas sagt:

    Schöner Artikel! Ein sehr interessantes Projekt :-).

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