16. Oktober 2015 um 10:00 Uhr

Augen auf beim Adressenkauf

Augen auf beim Adressenkauf

Längst ist der Internetauftritt zum Aushängeschild für Unternehmen und Vereine geworden – die meisten Leute informieren sich online über Produktvielfalt, Qualität und Öffnungszeiten. Deshalb ist eine gute Domain das A und O. Allerdings gibt es auch Domains, die wortwörtlich in die Hose gegangen sind.

 

Auf der Seite www.poservers.de erwartet man im ersten Moment keine Versicherungen von einem Herrn Poser. Ein Bindestrich hätte hier Klarheit verschafft. Auch die folgende Adresse, nicht aber die Seite dahinter, handelt von besagtem Körperteil. Hier hat niemand die Länderabkürzung am Ende der Internetadresse berücksichtigt oder einfach konsequent die Augen davor verschlossen (Absicht zu Marketingzwecken schließe ich auch nicht aus). Unter www.ars.ch findet man ein Verzeichnis von Medizinern, die garantiert auch andere Bereiche des Körpers behandeln. Ein ähnliches Problem hatte auch die Seite www.swissbit.ch, welche heute nicht mehr existiert. Und auch der schweizerischen Version des Reiseportals Marco Polo ging es an den Kragen. Auf www.marco-polo.ch möchte niemand eine Reise buchen. Mittlerweile leitet die URL auf die deutsche Seite weiter.

 

Man kann die Endung einer Internetadresse auch wirklich clever nutzen, wie es die Seite eines Essenslieferdienstes vormacht. Bei www.frischergeht.net wird das Ende zum Teil eines Claims, der definitiv hängen bleibt. Auch der Herr S. Scha hat mit seiner Domain großes Potential, das er aber leider nicht nutzt. Vielleicht hat er sich die Adresse www.scha.de auch nur gesichert, um sie weiterverkaufen zu können.

 

Aber, um noch mal auf die Bindestriche zurückzukommen, die können überlebenswichtig für ein Unternehmen sein. Ich kann mir schwer vorstellen, dass eine URL wie www.kotanbau.de sehr ansprechend für Kunden ist. Unter www.dienervt.de wird auch bestimmt niemand auf die Idee kommen, dass es dort Diskotheken- und Partyzubehör zu leihen gibt. Auch die Betreiber der Website www.choosespain.com, einer Seite zur Promotion von Urlaub in Spanien, haben wohl nach kürzester Zeit gemerkt, dass die Domain eher auf eine andere Art gelesen wird.  Deshalb steht die Domain mittlerweile auch wieder zum Verkauf.

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